Unterwerfung ... Eine Geschichte

Pferde auf der Flucht Ein Mensch, er steht in der Mitte einer großen Arena. die Wände sind hoch eingezäunt ... keine Ecke ... keine Lücke die Schutz bietet. Er ist nicht alleine in dieser Arena. Er und derjenige den er jagt, den er scheucht und den er auffordert auf diese Art und Weise ihm zu folgen sich zu unterwerfen. Der Gejagte atmet schwer. Schweiß rinnt über seinen Körper. Seine Augen sind weit aufgerissen ... pure Angst spricht aus ihnen. Panik lässt seinen Körper immer schneller werden. Er möchte fliehen, möchte wegrennen. Aber wohin? Es gibt kein Entrinnen - ein Kreis hat keine Möglichkeiten.

Pferd Trakehnerstute Suleika Der Mensch in der Mitte scheucht ihn weiter ... immer weiter ... wartet auf ein Zeichen der Unterwerfung. Wartet, das der Gejagte anhält. Ihm seinen Kopf zuwendet ihm das gewünschte Zeichen gibt... "höre auf ... höre doch endlich auf ... höre auf ... ich ergebe mich ... ich tue was du willst." Das ist es, was der Mensch in der Mitte der Arena erreichen will. Er will Stress und Angst erzeugen, will dem Gejagten zeigen wie klein und hilflos er ist. Will ihm sagen ... "erst wenn du dich ergibst höre ich auf"

Was bleibt dem Gejagten übrig. er versteht die Sprache nicht. Versteht nicht was er getan hat um dieses hier erfahren zu müssen. Sein Körper ist schweißbedeckt. Die Atemwege leuchten im hellen rot. Aus der Nase tropft es ... aber immer weiter und weiter geht die Jagd ... die Hatz. Sie scheint kein Ende zu nehmen.

Pferd Trakehnerstute Suleika Der Gejagte hält an. Wendet dem Menschen in der Mitte den Rücken zu ... versucht durchzuatmen, etwas Luft zu holen. Er hat keine Chance. Sofort prasselt ein Seil auf ihn hernieder. Der Mann in der Mitte gibt keine Ruhe. Unerbittlich fordert er die Ergebung. Fordert das - in Demut - zu versinken.

Was will der Mensch in der Mitte der Arena erreichen? Er will einen Freund ... einen Gefährten und doch wird dieser Gejagte erst zu seinem Gefährten wenn er sich ergibt ... wenn er sich selber aufgibt. Kann ein Gejagter je zu einem Freund, zu einem treuen Gefährten werden? Oder tut er die Dinge die er tut nur aus Angst? Aus einem Vermeiden heraus. Weil er nicht wieder gejagt, erniedrigt und unterworfen werden will?

Wieder ein lauter Ruf ... wieder ein Knall ... wieder die Unerbittlichkeit des Menschen. Immer weiter im Kreis rennt der Gehetzte. Kann sich kaum noch auf den Beinen halten. ... strauchelt ... droht hinzufallen ... fängt sich wieder ... springt wieder auf. Aber er hat keine Chance, es gibt für ihn kein Entkommen ... keine Ecke ... kein Loch in dem er sich verstecken kann. Wenn er sich nicht zu Tode laufen will, so muss er anhalten. Muss anhalten und sich ergeben.

Pferd Ginger Er hält an, wendet dem Menschen in der Mitte der Arena den Kopf zu, senkt ihn, seine Augen blicken leer, wie tot. Das Publikum jubelt. Es jubelt dem Jäger zu, freut sich, dass er es geschafft hat. Das er den Gejagten klein bekommen hat. Sie freuen sich. Blitzlichter flammen auf, immer lauter werden die Jubelrufe. Der Jäger sonnt sich im Applaus, weidet sich darin. Der Gejagte setzt langsam einen Schritt vor den nächsten, geht auf den Menschen in der Mitte zu. Niemand kann und will in seinen Augen lesen. Niemand will sehen, was diese Augen sagen.

Sie sagen: "Warum hast du mir keine Chance gegeben? Warum hast du dich nicht gewagt mir auf freiem Feld entgegenzutreten. warum lässt du mich im Kreis laufen? Ohne Schutz?" Du hast es getan weil du Angst hast. Weil du die Macht der Gegebenheit brauchst um mich klein zu bekommen. Deine Beine sind zu langsam um mich je einzuholen. Ohne Hilfe wo nur der Ruf deiner Stimme mir folgen könnte.

Deine Leine ist zu dünn um mir jemals Schaden anzurichten, wenn du nicht etwas hättest an der du sie festziehen könntest. Du bist ein armer Wicht. Du willst mich zu deinem Freund. Nein, du willst mich zu deinem Sklaven ... zu einem Diener ... der das tut, was du von ihm willst. Nenne mich nie deinen Freund denn ich werde es nie sein. Komme zu mir in Frieden. Sprich mit mir und höre mir zu. Aber diktiere mir nicht deinen Willen auf. Ich werde dir folgen. Ja, weil ich es muss. Aber gib mich frei und du wirst sehen das ich dir den Rücken kehre in dem Moment, wo deine Macht erlischt. Du bist ein armer Wicht und doch nennst du dich ... der mit uns spricht ...."

Autor: Unbekannt
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